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Makrofotografie: So kommen kleine Objekte groß raus

In diesem Bericht möchten wir euch bei dem Einstieg in die Makrofotografie behilflich sein. Unsere Tipps erstrecken sich über die Einstellungen, bis zum Bildaufbau über empfehlenswertes Zubehör.

Was ist Makrofotografie?

Ein Irrglaube ist, dass man bei dieser Aufnahmemethode mit der Kamera möglichst nahe an das Motiv muss. Als Makros werden in der Fotografie Aufnahmen mit einem möglichst großem Abbildungsmaßstab bezeichnet.

So können spezielle Objektive Objekte mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 aufnehmen, was der Originalgröße des Motivs entspricht. Hingegen würde beispielsweise beim Faktor 1:2 nur in der Hälfte der Originalgröße abgelichtet.

Smartphones sind bei den Aufnahmen kleiner Motive oder Details größerer Objekte im Vergleich zu richtigen Digitalkameras deutlich eingeschränkt, dennoch kann man mit ihnen schöne Aufnahmen hinbekommen.

Aufgrund der kurzen Brennweite der Handys gilt hier tatsächlich der Umstand, dass man das Motiv möglichst nah an die Linse bringen sollte. Jedoch nicht zu nah, da ansonsten der Fokus nicht mehr greift und die Bilder unscharf werden.

Hier hilft einfach nur ausprobieren, bis zu welcher Entfernung euer Smartphone ein Objekt noch fokussieren kann.

Automatikmodus ist nicht empfehlenswert

muschel-vergleich

Die Kameraautomatik kann bei Szenarien, in denen man schnell ein Foto schießen muss, nützlich sein, wenn man jedoch Zeit für eine Aufnahme hat, bietet sich der manuelle Modus an. Die Einstellungsmöglichkeiten variieren von Handy zu Handy. Meistens lassen sich folgende Parameter konfigurieren:

  • ISO (Lichtempfindlichkeit)
  • Fokus (Manuell oder Automatik)
  • EV (Lichtwert)

Bei manchen Smartphones sind zudem noch folgende Optionen vorhanden:

  • Belichtungszeit
  • Weißabgleich

Die Blende hingegen ist meistens bei Smartphones unveränderbar, Ausnahmen wie die Panasonic Lumix CM1 gibt es selten.

Unser Makro-Experiment im Detail

Bei unserem „Muschel-Makro“ haben wir den Autofokus mit dem manuellen Fokus verglichen. Man sieht, dass die Muschel schärfer abgelichtet wird, wenn man die Fokussierung selbst vornimmt.

Auch die Werte für die Belichtungszeit und die ISO variieren bei der Automatik und unseren eigenen Einstellungen. So nimmt die Automatik mit 1/30 Sekunden bei ISO 100 auf. Weniger geübte Fotografen können aber eine solch relativ lange Belichtungszeit nicht stabil halten, was zu unscharfen Fotos führt.

Wir haben deshalb die Lichtempfindlichkeit leicht auf ISO 200 erhöht und mit 1/50 Sekunden belichtet. Generell ist es eine Eigenheit von Kameraautomatiken, dass sie das Foto möglichst hell ablichten wollen, ohne aber dabei das stets vorhandene minimale Zittern der menschlichen Hand zu berücksichtigen.

Wenn ihr also oft unscharfe Fotos habt, belichtet euer Handy möglicherweise zu lange. Setzt dann lieber die Lichtempfindlichkeit etwas hoch (bis ISO 400 sollte bei den meisten Smartphones zu kaum Qualitätsverlust führten) und belichtet kürzer (wir empfehlen für Anfänger 1/80 Sekunden bei unbewegten Objekten).

Bildaufbau: Holt mehr aus euren Makros heraus

Makrofotografie "Muschel"

Makrofotografie „Muschel“

Wenn ihr einen persönlichen Gegenstand möglichst spannend ablichten wollt, hilft eine passende Kulisse. Unser „Muschel-Makro“ sieht nur mit dem Tisch als Hintergrund sehr langweilig aus.

Deshalb haben wir weitere Muscheln, Steine und einen schwarzen Karton verwendet, um dem Bild etwas mehr Leben einzuhauchen. Das könnt ihr bei jedem beliebigen Motiv machen; überlegt einfach, welche Elemente ihr im Hintergrund hinzufügen könnt, damit euer Foto interessanter wirkt.

Außerdem haben wir bei der Perspektive leicht von schräg unten hoch zur Muschel fotografiert, damit das Objekt plastischer erscheint.

Empfehlenswertes Zubehör: Makro-Linsen

Kleine Aufsätze für das Smartphone kosten nur wenige Euro, können sich aber äußerst bezahlt machen. Der Abbildungsmaßstab kann sich deutlich vergrößern, wodurch ihr beeindruckende Makroaufnahmen hinbekommt.

Beispielsweise das TaoTronics Objektiv-Set bietet euch ein 10x Makro und noch dazu eine Fischauge- und eine Weitwinkel-Linse.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesen Einsteiger-Tipps für die Makrofotografie behilflich sein. Wenn ihr Anregungen oder Feedback habt, schreibt einfach in die Kommentare.

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